Kinodokumentarfilm · Crowdfunding läuft

Hitlers Erbe in Teheran

87 Jahre, vier Sender, drei Kontinente, ein Satz. 1939 in Zeesen zum ersten Mal gesendet, 2025 vom britischen Geheimdienst gezählt.

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Mehr zum Projekt im Video

Drei Minuten. Sebastian erklärt, worum es geht und warum wir dich brauchen.

Standbild aus dem Pitchvideo

Beim Abspielen werden Daten an YouTube übertragen.

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Das ist kein jüdischer Film und kein persischer Film. Im Team sind Menschen aus der iranischen Diaspora, jüdische Menschen und Leute ohne jede Konfession. Uns interessiert nur der Mechanismus. Und der ist belegt: Bundesarchiv, Yad Vashem, US Holocaust Memorial Museum.

Sechs Stationen Eine Sendung

Jede Station ist belegt. Die Quellen: National Archives Washington, Bundesarchiv, Urteile deutscher Gerichte, die Sender selbst.

  1. 1939

    Zeesen bei Berlin · Kurzwellensender des Reichs

    April 1939. Ein Sender südlich von Berlin geht auf Arabisch on air, kurz darauf auf Persisch und Türkisch. Jeden Abend eröffnet der Sprecher Younis Bahri mit denselben Worten: 'Huna Berlin. Hier ist Berlin.' Die US-Botschaft in Kairo lässt jede Sendung mitschreiben und übersetzen. Diese Mitschriften liegen bis heute in den National Archives in Washington. Jeder Satz dieser Seite steht dort.

    Was wurde da gesendet?

    Historische Aufnahme der Senderhalle in Zeesen: eine gläserne Kabine, Schaltpulte und Messgeräte unter hohen Fenstern.
  2. 1942

    Berlin · Amin al-Husseini

    November 1941: Der Mufti von Jerusalem trifft Hitler in der Reichskanzlei. Ab jetzt spricht er selbst über Zeesen. Juli 1942, Rommel steht 100 Kilometer vor Alexandria, der Sender ruft auf Arabisch: 'Tötet die Juden, wo ihr sie findet.' Dieser Aufruf hat im Nahen Osten keinen Vorläufer. Er kommt aus Berlin.

    1945 wird der Sender gesprengt. Und der Sprecher?

    Amin al-Husseini und Adolf Hitler sitzen sich im November 1941 in der Reichskanzlei im Gespräch gegenüber.
  3. 1946

    Kairo · Der Sprecher wechselt den Sender

    1946 entkommt Husseini aus Frankreich nach Kairo. König Faruk empfängt ihn. Zehn Jahre später kommt Johann von Leers dazu, früher Goebbels' Propagandaministerium, jetzt Nassers Informationsministerium. Er heißt jetzt Omar Amin. Kairos neuer Sender 'Stimme der Araber' erreicht ab 1953 die ganze Region. Das Personal ist dasselbe. Nur die Frequenz ist neu.

    Und wie kommt das von Kairo nach Teheran?

    Historisches Porträt eines Geistlichen mit weißem Turban und dunklem Gewand an einem Tisch.
  4. 1979

    Teheran · Ein Staat übernimmt

    Die Islamische Republik macht aus einem Sendeprogramm eine Staatsdoktrin. Schulbuch, Freitagsgebet, Staatsfernsehen. Dezember 2006: Das iranische Außenministerium richtet in Teheran eine Konferenz zur Leugnung des Holocaust aus. Unter den Gästen: David Duke, ehemaliger Anführer des Ku-Klux-Klan. Ein Ministerium lädt, ein Staat trägt die Kosten.

    Ein Sender braucht Empfänger. Wo sucht Teheran neue?

    Skyline von Teheran im Abendlicht mit dem Milad-Fernsehturm und Hochhäusern.
  5. 2011

    Teheran → Lateinamerika · HispanTV

    Dezember 2011: Iran startet HispanTV, Staatsfernsehen auf Spanisch, per Satellit nach Lateinamerika. 2013 nimmt der europäische Satellitenbetreiber Hispasat den Sender vom Netz, 2019 löscht YouTube sämtliche Kanäle. Die Sendung läuft weiter. Das Publikum sind Katholiken in Caracas, Bogotá, Mexiko-Stadt. Sie haben nie eine Moschee betreten. Sie glauben trotzdem einen Satz aus Berlin. Das ist der Beweis, dass es nie um Religion ging.

    Und wenn der Satz keine Religion mehr braucht, was braucht er dann?

    Satellitenschüsseln auf den Dächern eines Viertels in Caracas in der Abenddämmerung.
  6. 2025

    London · Der Satz kommt zurück

    Einen Sender vor der Haustür. 2007 geht Press TV auf Sendung, Irans englischsprachiger Kanal, produziert in einem Studio in London. 2012 entzieht die britische Aufsicht die Lizenz. Der Sender bleibt, über Satellit und Netz. Oktober 2024: MI5 zählt zwanzig iranisch gesteuerte Anschlagspläne in Großbritannien seit 2022. Oktober 2025: mehr als zwanzig weitere in einem einzigen Jahr. Zwei Wochen davor, an Jom Kippur, greift ein Mann die Synagoge im Heaton Park in Manchester an. Zwei Menschen sterben. Die Sendung ist angekommen. 86 Jahre nach Zeesen.

    Satellitenschüsseln an Londoner Reihenhäusern in der Dämmerung.

    Der Empfänger bist du

    Wer den Satz teilt, weiß nicht, dass er ihn weitersendet. Der Film zeigt den ganzen Weg. Damit man ihn erkennt, bevor man ihn glaubt.

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Warum wir dich fragen

Ein Sender braucht für so einen Film drei Jahre. Wir haben keine drei Jahre. Die Zahlen von 2024 sind die Aussaat der nächsten Welle, nicht die Ernte der letzten. Der Film ist geschrieben, die Crew steht, der Verleih ist unterschrieben. Was fehlt, ist das Geld für Dreh und Archivrechte. Mit dir drehen wir 2027. Ohne dich warten wir, bis es jemand anderes erzählt. Das tut niemand.

Was mit deinem Geld passiert

15.000 €
Dreh in Deutschland und Archivrechte Bundesarchiv
30.000 €
Dreh in Israel, Spanien und Los Angeles

Fundingziel 15.000 €. Wenn wir 30.000 € erreichen, drehen wir alle Stationen.

Wer das macht

  • Porträt von Alexander Gottlieb

    Alexander Gottlieb

    Producer

    Hat an mehreren Kinofilmen mitgearbeitet. Arbeitet regelmäßig bei Hackathons in Brüssel, die Antisemitismus im Netz sichtbar machen. Kennt die jüdischen Gemeinden von innen und die Straße von den Demonstrationen der letzten zwei Jahre. Er weiß, wie der Satz ankommt, weil er dabei war, wenn er ankam.

  • Porträt von Sebastian Bene

    Sebastian Bene

    Producer

    Persisch-jüdischer Content-Creator. Seine Familie lebt in der iranischen Diaspora, verteilt über drei Kontinente. Er spricht Farsi, führt die Gespräche mit Exil-Iranern und macht den Film für ein Publikum zugänglich, das ihn sonst nie sehen würde. Er steht genau zwischen den beiden Seiten, von denen dieser Film handelt.

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Ein Jude aus den Gemeinden, ein Perser aus der Diaspora. Das ist keine Besetzung, das ist die These. Der Film funktioniert nur, wenn beide Seiten ihn erzählen.

Der Verleih [VERLEIH] ist an Bord. Die Crew hat Kinofilme realisiert. Offen ist nur die Finanzierung.

Jeder Name in den Credits

Ab 1 Euro stehst du im Abspann. Ab 1.500 Euro bist du Associate Producer: dein Name auf Poster und allen Materialien, Sitz in den Crew-Calls, Stimme bei Entscheidungen. [ANZAHL] Plätze.

Crowdfunding endet am [DATUM].